Mittwoch, 20. November 2013

Interview mit Stephanie Morcinek - Head of Editorial bei STYLIGHT

Stephanie Morcinek ist seit Juli 2012 Head of Editorial bei STYLIGHT in München.



For english version please scroll down.



















Wie sieht die Struktur im Editorial Department aus?
Ich bin für die internationalen Magazine von STYLIGHT zuständig. Der Content wird hauptsächlich von mir und einem Praktikanten/ einer Praktikantin produziert und dann von Muttersprachlern in die anderen Sprachen übersetzt. Insgesamt erscheint das STYLIGHT-Magazin in sieben Sprachen – deutsch, englisch, italienisch, spanisch, französisch, schwedisch, niederländisch.


Wie kann man sich einen tpischen Arbeitstag vorstellen?
Zunächst schaue ich auf den verschiedensten Fashion-Seiten (z.B. WWD, Style.com, The Cut) nach den neuesten Mode-News. Diese werden dann hauptsächlich für Twitter verwendet. Mit meiner Praktikantin entscheide ich mich dann für ein Thema, das wir bearbeiten. Dazu checken wir die neuesten Trends auf STYLIGHT, führen Interviews mit unseren Usern, bearbeiten Fotos, recherchieren Trend-Themen und verfassen die Artikel
Natürlich muss ich dazu noch die Zahlen der Vortage kontrollieren. Welche Posts funktionieren? Was interessiert unsere Leser und welche Themen finden sie eher nicht so interessant.


Wann sind die stressigsten Zeiten für Dich?
Wenn ich auf den Fashionweeks unterwegs bin, geht es sehr stressig zu. Morgens erst mal selbst in ein schickes Outfit schlüpfen, schwer bewaffnet mit Laptop und Kamera zu den Schauen rennen, Blogger interviewen, Streetstyle-Fotos aufnehmen, zur nächsten Show hechten, wieder Interviews führen und Bilder knipsen, dann einen Ort mit WLAN suchen, Bilder bearbeiten, Texte schreiben und diese ins CMS einpflegen. Und dann geht es auch schon wieder weiter zum nächsten Termin. Zeit zum Schlafen bleibt da wenig – und dann auch noch alles in Highheels…


Wie ist das Arbeitsklima bei euch?
STYLIGHT wächst und wächst. Die große Familie, die wir noch vor einem Jahr waren, ist mittlerweile in viele kleine Familien aufgeteilt, die sich aber immer noch ab und zu mal sehen (z.B. im Weekly Meeting). Man kann sich mittlerweile nicht mehr alle Gesichter und Namen der übrigen Teams merken, aber in unsrem Team (Content & Community Management) sind wir wie eine kleine Familie. Obwohl wir nur Frauen sind, gibt es Gott sei Dank keine Zickereien. Wir versuchen uns gegenseitig zu unterstützen und die beste Lösung für anfallende Probleme zu finden. Wir sind sozusagen Frolleginnen (Freundinnen + Kolleginnen).


Was ist die größte Herausforderung an deinem Beruf?
Die Themen so auszuwählen, dass sie den Lesern gefallen und die Leserschaft ständig zu vergrößern. Online lassen sich die Leser ja täglich ablesen und man bekommt es sofort mit, wenn ein Tag mal nicht so gut lief.


Wie schöpfst du neue Inspirationen?
Wir lassen uns von unseren Usern inspirieren, schauen uns aber auch Fashionwebsites und Blogs an. In unseren wöchentlichen Meetings besprechen wir Themen, spinnen diese weiter und finden gemeinsam tolle neue Ansätze.


Könntest du drei positive und drei eher weniger positive Punkte nennen, die dein Beruf mit sich bringt?
Abwechslung
Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht
Ich lerne immer wieder neue Leute kennen

Wenig Schlaf auf Fashion Weeks
Durch die ständige Inspiration, gibt man häufiger mehr Geld für Mode aus, als man eigentlich möchte :-)
Ich habe kaum Zeit, für meinen eigenen Blog Geschmacksträgerin etwas zu schreiben


Gibt es irgendetwas das du unbedingt mal machen möchtest in deinem Job ?
Ich würde gerne die Shows meiner Favourites sehen, die Shows der großen C’s – und natürlich die jeweiligen Designer treffen: Céline, Chloé, Chanel!


War Dir immer schon klar, dass du im Bereich Mode arbeiten möchtest?
Ich wollte seit der 10. Klasse Journalistin werden. Dass ich mich nie für Politik oder Wirtschaft entscheiden werde, war schon schnell klar. Ich wollte „Frauenthemen“ bzw. Gossip zu meinen Hauptgebieten machen. Dass es letztendlich Mode geworden ist, hat sich auf der Journalistenschule (Axel-Springer-Akademie) herauskristallisiert. Ich hatte einfach ein natürliches Interesse für Mode und habe mich dann diesem Thema angenommen – und bin froh, dass ich es getan habe – obwohl ich nie etwas mit Mode studiert oder gelernt habe.


Dein bisheriger Werdegang?
2001 habe ich in Nürnberg mein Abitur gemacht, habe danach ein Jahr lang diverse Praktika absolviert (RTL Franken Live TV, Abendzeitung, BILD) bevor ich im Oktober 2002 mein Studium „Diplom Germanistik mit Schwerpunkt Journalistik“ an der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg begonnen habe. Das habe ich in 8 Semestern durchgezogen, wobei ich aber noch 2 Urlaubssemester dazwischen geschoben habe. Ein halbes Jahr habe ich „Communicación“ an der Universidad Pontificia de Salamanca in Spanien studiert, das andere halbe Jahr habe ich als Praktikantin in der PR bei adidas in Herzogenaurach verbracht.
Mein Diplom hatte ich im November 2007 in der Tasche, wobei ich bereits im Juli 2007 an der Axel-Springer-Akademie (Journalistenschule des Axel-Springer-Verlags) in Berlin mein Volontariat begonnen hatte.
Im Juli 2009 war ich mit der Akademie fertig und hatte meinen ersten Festvertrag als Redakteurin im Ressort „Leben und Wissen“ der bundesweiten BILD-Zeitung in der Tasche. Hier habe ich speziell die Themen Mode, Beauty, Lifestyle, Medizin, Gesundheit, Frauen betreut. Im September 2010 habe ich meinen Blog Geschmacksträgerin gestartet, um auch privat ab und zu über Mode zu schreiben. Der Blog hat mir auch geholfen, hin und wieder für RTL Punk 12 als Stylistin vor der Kamera zu arbeiten.
Seit Juli 2012 bin ich als Head of Editorial für STYLIGHT zuständig und habe hier das Online-Magazin aufgebaut! Außerdem freue ich mich, dass ich für einige Formate für den STYLIGHT-Investor „ProSiebenSat.1“ ab und zu auch wieder vor der Kamera als Stylistin zu sehen bin – bisher für taff.


Liest du bestimmte Blogs/ Mode-Blogs oder Online-Magazine regelmäßig?
Ich lese sehr gerne Women Wear Daily, Style.com, The Cut oder Stylebook.
Mein Lieblingsblog ist Man Repeller – Leandra Medine schreibt toll, nimmt sich nicht so ernst und äußerst sich gerne ironisch und auch kritisch!


Deine Lieblingszeitungen bzw. -zeitschriften?
Bei den Zeitschriften lese ich Vogue – weil sie immer noch DER Leitfaden in Sachen Mode ist, allerdings bin ich auch ein riesiger Fan von Grazia. Die bietet einfach eine perfekte Themen-Mischung!
Meine Lieblingszeitung ist die WeltKompakt und ja, ich lese auch BILD und Bild.de :-)

Was könntest Du Leuten empfehlen, die in eurem Unternehmen einen Einstieg suchen?
Wir bieten immer wieder Praktika an. Wenn jemand mindestens drei (besser 6)  Monate Zeit hat, soll er sich gerne bewerben. Alle Praktikumsplätze werden regelmäßig hier gepostet: www.stylight.de/jobs - aber man kann auch gerne Initiativbewerbungen schicken!

STYLIGHT ist eine Fashion Community und Online-Plattform, die inzwischen in 10 Ländern verfügbar ist (Deutschland, Österreich, Schweiz, Niederlande, Frankreich, Großbritannien, Schweden, Spanien, Italien uns Australien). Man kann sich von den Looks der Community-Mitglieder inspirieren lassen oder selber einen erstellen. STYLIGHT vereint unterschiedliche Marken und Shops auf einer Plattform und ermöglicht den Usern den direkten Kauf auf den Seiten der angeschlossenen Partnershops.

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Since July 2012, Stephanie is Head of Editorial for STYLIGHT, based in Munich.

How does the structure look like in the Editorial department?
I am responsible for the international magazine at STYLIGHT. My intern and myself produce the content for the magazine and afterwards we hand it over for translation to the different country-responsible manager. The STYLIGHT-magazine is published in seven different languages: German, English, Italian, Spanish, French, Swedish and Dutch


Could you describe a typical working day of yours?
I start of with looking through the different fashion websites, like WWD, Style.com or The Cut, to be up to date with the latest fashion news. If something catches our eyes, we usually post it on one of the Social Media Websites like Twitter. Afterwards I decide with my intern, which topic is best to talk about. Therefore we check new trends on STYLIGHT, interview some of our users, edit photos, do some research for new trend-themes and write articles.
Nevertheless we always need to analyse the data from day before. We need to know which posts are working and what kind of topics appeal to our users.


Which times are the most stressful ones?
Most definitely - Fashion Week Time. I need to pick an outfit for the day, hurry up to be on time for one of the shows (my laptop and camera are my constant comp.), interview bloggers, take Streetstyle pictures, run to the next show, again interview people and take pictures, then I usually need to find a place with Wi-Fi to edit some of the pictures I took, write articles and insert those to our CMS. And then I am on the move again to the next appointment. So the time for sleep is pretty much limited – and all the time I wear highheels.


What is the biggest challenge in your job?
It is a big challenge to pick out the topics that are the most interesting ones for our readers and to increase the number of followers. Due to our online magazine, I can easily see if a day was successful or not.


How is the work-atmosphere at STYLIGHT?
SYLIGHT is constantly growing. A year ago we were organised as one big family. Nowadays we are separated into smaller families, but still we see each other regularly due to our weekly meetings. By now I can’t remember each name of one or the other team, but in my team (Content & Community Management) we are still a small family. We try to support each other whenever we can and we try to find the best possible solution for problems. So to say we are Frolleginnen (in German that means: friends + colleagues)


Where do you get your inspiration?
We get inspired by our users and by all the different fashion websites and blogs. In our weekly meetings we touch all kinds of topics and discuss them to find new and creative approaches.


Could you name 3 positive things and 3 less positive things about your job?
Every day is different from the other – Variety is one of the most positive aspects at my job
I made my hobby, my job
I get to know new people

Less sleep during fashion week
Due to the constant inspiration I spend more money for fashion than I actually should ;-)
I barely can make time to write something for my own blog Geschmacksträgerin


Is there something you really want to do in your job?
I really want to see the shows of my most favourite designers; the shows of the so called big C’s – and to meet the designers of Celine, Chloe and Chanel


Have you always had the intention to work in fashion?
I knew I wanted to be a journalist since the 10th grade. I was never really interested in writing about politics or business related topics. I wanted to cover mainly topics that would approach women. While attending the school for journalism “Axel Springer Akademie”, it became clear to me that I wanted to write about fashion. I was always very fund of fashion and it was so natural for me to write about it- and I am still glad I picked this direction although I never really studied a fashion related subject before.


How does your previous career look like?
I graduated from high school in 2001 (Abitur) and did some internships over a year e.g. RTL, Franken Live TV, Abendzeitung and BILD. In 2002 I started studying “Diplom Germanistik mit Schwerpunkt Journalistic” at the Otto-Friedrich-Universität in Bamberg. I graduated within 8 semesters. During that time I also did a study abroad semester in Salamanca, Spain and for another half year I worked as a PR - intern at Adidas in Herzogenaurach – as you can see one of my first contacts with a fashion company. In 2007 I worked as a volontariat at Axel Springer Akademie in Berlin. I finished that in 2009 and started my first real job in the department “Life and Knowledge” at BILD- Newspaper – which is one of the most know newspapers in Germany. I also supervised the topics around fashion, beauty, lifestyle, medicine, health and women. In September 2010 I started with my own blog “Geschmacksträgerin”. Due to that blog I had the chance to work as a stylist for RTL Punkt 12 (RTL is one of the biggest TV Channels in Germany). Since July 2012 I am the Head of Editorial at STYLIGHT and set up the online magazine. Due to our STYLIGHT Investor Pro 7, I sometimes have the chance to work as a stylists in front of the camera – so far I have worked for taff, which is a lifestyle TV show.


Which fashion or beauty blogs do you read regularly?
I like reading Woman Wear Daily, Style.com, The Cut or Stylebook. My most favourite blog is called Man Repeller – Leandra Medine is an excellent writer, she does not take herself too serious and comments on topics in an ironic and critical way.


Which are your favourite magazines or newspaper?
Well of course I read the Vogue – because you can turn it as you want – Vogue is the guide when it comes to fashion. But I also do like Grazia, since it offers the perfect combination of different topics. My most favourite newspaper is called “Welt-Kompakt”, and yes I also do read BILD Zeitung and bild.de


What could you recommend to people who are looking for an entry in your company?
We constantly offer internships in the Editorial – and Content & Community Department. For STYLIGHT it is best if you have min. 3 months time for an internship, or even better six. You can always apply on www.stylight.de/jobs .


STYLIGHT is a Fashion Community and Online Platform, which is currently available in 10 countries (Germany, Austria, Switzerland, Netherlands, France, United Kingdom, Sweden, Spain, Italy and Australia). You can get insrpired by looks created by the community or create your own look on Stylight. It combines different brands and shops on one platform and allows the user to buy the products directly on the sites of the the connected partner shops.

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